Psychosomatik

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Psychosomatik ist mittlerweile ein bekannter Begriff. Gemeint sind im engeren Sinne körperliche Beschwerden, die keine nachweisbare organische Ursache haben, sich aber trotzdem mit Schmerzen und vegetativen Störungen bemerkbar machen. Meistens führt das den Patienten zu häufigem Aufsuchen verschiedener Spezialisten, die alle keine Ursache finden können. Oftmals vergehen Monate und sogar Jahre bis jemand auf die seelische Ursache der körperlichen Beschwerden hinweist und psychotherapeutische Behandlung aufgesucht wird. In diese Gruppe gehören oftmals chronische Kopfschmerzen, unklare Schmerzzustände , wie z.B. Reizdarm, Übelkeit, Schwindelgefühle, Tinnitus, Schlafstörungen, sexuelle Funktionsstörungen, Menstruationsbeschwerden.
Natürlich muss immer medizinisch genau abgeklärt werden, was die Ursache der Beschwerden ist.

Die zweite Gruppe der sogenannten psychosomatischen Erkrankungen sind solche, wo bereits ein organischer Befund vorliegt, die körperliche Erkrankung aber psychogen stark beeinflusst wird. Hiezu gehören z.B. chronische Gastritis, Colitis Ulcerosa, Asthma Bronchiale, Neurodermitis, Störungen des Immunsystem, wie z.B. häufig wiederkehrende Entzündungen, Infektionen und Allergie. Hier muss ganzheitlich vorgegangen werden: Neben der medizinischen Behandlung , der Anpassung der Umwelt (Wohnung, Lebensmittel etc., bei Allergien) sollte auch die persönliche Situation wie chronischer Stress am Arbeitsplatz, Überforderung, Ängste, Konflikte in der Familie, Veränderungen der Lebensumstände, wie Trennungen, Todesfälle, Verluste, miteinbezogen werden. Hier kann eine Psychotherapie Zusammenhänge aufzeigen, die Blockaden und Konflikte können schrittweise bearbeitet und gelöst werden.

Ebenfalls zur Gruppe der psychosomatischen Erkrankungen werden die Essstörungen gezählt:
Adipositas (Fettleibigkeit), Bulimia nervosa (Ess-Brechsucht) Anorexia nervosa (Magersucht). Hier ist, wenn es keine körperliche Ursache gibt (z.B. hormonelle Störungen, Schilddrüsen Über- und Unterfunktion) ein psychischer Auslöser die Ursache eines krankheitswertigen Verhaltens. Dies führt in der Folge zu physiologischen Störungen (Ausbleiben der Regel bei magersüchtigen-, Elektrolyt- und Nährstoffmangel bei bulimischen Patientinnen). Auch hier kann Psychotherapie zusammen mit medizinischer Behandlung zur Gesundung der Körperwahrnehmung und des gestörten Selbstbildes sowie zur Lösung der konfliktbehafteten Strukturen innerhalb der Familie beitragen.

Katathym Imaginative Psychotherapie ist besonders geeignet für die Behandlung von psychosomatischen Erkrankungen. Die Konflikte werden durch den Körper indirekt und symbolhaft ausgedrückt, oft sind die dazugehörenden Gefühle gar nicht bewusst. Mit dem KIP kann direkt auf dieser symbolischen und bildlichen Ebene gearbeitet werden.

Tel.: 0664 / 26 30 855 Email: psychotherapie@vogelsinger.at